Tripper – die sexuell übertragbare Geschlechtskrankheit

Tripper (Gonorrhoe) gehört weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten, für die das Bakterium Neisseria gonorrhoeae verantwortlich ist. Überwiegend betroffen sind von der Geschlechtskrankheit Jugendliche bis junge Erwachsene im Alter von 15 bis 25 Jahren.

Wie erfolgt die Ansteckung mit Tripper?

Die Ansteckung erfolgt durch einen direkten Kontakt zur Schleimhaut, in welcher sich die Erreger befinden, die auch als Gonokokken bezeichnet werden. Gonokokken sind sexuell übertragbar. Daher zählt Tripper zu den Geschlechtskrankheiten. Wenn eine Frau während einer Schwangerschaft einen Tripper hat, kann sie die Gonokokken auch auf das Kind übertragen. In diesem Fall entwickelt das Baby jedoch keinen Tripper, sondern eine Infektion der Augen, die als Gonoblennorrhoe bezeichnet wird. Dabei ist die Bindehaut eitrig entzündet. Die Bindehaut des Babys kann rötlich erscheinen, da sie stärker durchblutet wird.

Tripper – die Symptome

Eine Infektion mit Gonokokken verursacht nicht immer deutliche Anzeichen. Insbesondere bei der Frau fehlen sie häufig. Treten Beschwerden auf, sind hauptsächlich die Geschlechtsorgane betroffen. Typisch sind hierbei Schmerzen beim Wasserlassen und ein Ausfluss. Die Erreger können ebenso den Anal- sowie den Mund-Rachen-Bereich infizieren. Dies hängt vom Übertragungsweg und der Sexualpraktik ab. Beim Analbereich ist der Mann häufiger betroffen und im Mund-Rachen-Bereich beide Geschlechter gleichermaßen. Wenn die Gonokokken, die Erreger, beim Analverkehr mit der Schleimhaut des Darms in Kontakt geraten, führt dies zur Enddarmentzündung, die sich durch Schmerzen und ein Brennen beim Stuhlgang und durch Schleimbeimengungen im Stuhl zeigen. Die Infektionen im Bereich des Rachens werden gern übersehen, da die Betroffenen meistens wenig davon spüren, beispielsweise nur leichte Halsschmerzen. Die Bakterien können zudem in die Augenbindehaut gelangen, zum Beispiel wenn sich der Erkrankte mit infizierten Händen die Augen reibt. Die Infektion verläuft in diesen Bereichen häufig unauffällig, sodass der Tripper oftmals lange unentdeckt bleibt und ein sehr hohes Risiko vorliegt, dass sich die Krankheit weiterverbreitet.

Beschwerden beim Mann bei einem Tripper

Bei den Männern führt die Geschlechtskrankheit meist zur akuten Harnröhrenentzündung, die sich mit einem eitrigen, gelb-grünlichen Ausfluss aus der Harnröhre zeigt. Die Harnröhrenöffnung kann zudem geschwollen und gerötet sein. Beim Wasserlassen treten Schmerzen auf, die sehr stark sein können. Breitet sich die Infektion aus, kommen teilweise noch Schmerzen im Bereich des Unterbauchs und der Hoden dazu.

Beschwerden bei den Frauen bei einem Tripper

Der Verlauf in der Frühphase ist bei den Frauen oftmals milder oder die Erkrankung bleibt sogar zunächst einmal unbemerkt. Aus der Scheide kann ein leichter Ausfluss auftreten, der jedoch keine ausreichende Beachtung erhält. Doch auch bei den Frauen kann die Infektion zu einer Harnröhrenentzündung führen. Die Symptome sind Schmerzen und ein Brennen beim Wasserlassen. Zudem kann es zu einer Gebärmutterhalsentzündung kommen, die Komplikationen wie eine Eileiterentzündung nach sich ziehen kann. Hierbei sind starke Unterbauchschmerzen und Fieber möglich. Eine weitere Komplikation ist eine Entzündung der Bartholin-Drüsen am Eingang der Scheide, wobei Schmerzen im Scheidenbereich auftreten. Bei beiden Geschlechtern gilt, dass der Tripper, wenn er nicht frühzeitig behandelt wird, möglicherweise auf benachbarte Organe oder Gewebe übergeht, wodurch Komplikationen drohen.

Tripper – die Diagnose

Besteht der Verdacht auf Tripper, kann dieser ziemlich einfach bestätigt werden. Für die Diagnose müssen lediglich die Gonokokken, die ursächlichen Bakterien, nachgewiesen werden. Für den Nachweis des Erregers werden aus den betroffenen Regionen Abstriche genommen, zum Beispiel aus der Harnröhre, dem Gebärmutterhals etc, um sie mikroskopisch untersuchen zu lassen. Die Treffsicherheit der Abstriche liegt jedoch nur bei rund 50 Prozent. Viel sicherer ist es, die Erreger anzuzüchten und bestimmte bakterielle Enzyme nachzuweisen.

Behandlung des Trippers

Da die Krankheit durch Bakterien verursacht wird, wird sie mit Antibiotika behandelt. Die Erreger sind jedoch zunehmend resistent gegen die verschiedenen Antibiotika, die zur Verfügung stehen. Um die Geschlechtskrankheit effektiv behandeln zu können, muss der Erreger auf eine eventuelle Resistenz untersucht werden. Welches Antibiotikum hilft, kann ein Sensibilitätstest ermitteln. Durch diese Untersuchung wird geprüft, durch welches Antibiotikum die Bakterien abgetötet werden können. Gewöhnlich kommt eine Kombination aus zwei Wirkstoffen zur Anwendung. Es ist zudem wichtig, dass auch die Partner der Erkrankten untersucht werden, da sich auch diese oftmals infiziert haben. Bis die Bakterien im Körper völlig zerstört sind, sollte auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Babys, die sich angesteckt haben, bekommen ein Antibiotikum gespritzt und die eitrigen Augen werden mit einer salzhaltigen Lösung einige Tage lang gespült. Ein Tripper kann durch die optimale Therapie günstig beeinflusst werden. Wird er frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt, ist die Prognose des Trippers gut und er heilt dann gewöhnlich ohne Folgen aus.

Mögliche Komplikationen eines Trippers

Ein nicht optimal behandelter Tripper kann zu verschiedenen zum Teil schwerwiegenden Komplikationen führen, beispielsweise eine dauerhafte Unfruchtbarkeit. Diese kann bei beiden Geschlechtern entstehen. Die Erreger breiten sich in seltenen Fällen in andere Organe aus. Dies kann zu folgenden Komplikationen führen: Entzündungen der Gelenke, Bindehaut, der Haut mit schmerzhaften Pusteln, Regenbogenhaut des Auges, der Herzinnenhaut und des Herzbeutels.

Tripper vorbeugen

Einem Tripper kann vorgebeugt werden, indem beim Geschlechtsverkehr Kondome verwendet werden, da die Geschlechtskrankheit meist durch einen ungeschützten Sex und bestimmte Sexualpraktiken geschieht, beispielsweise Anal- oder Oralverkehr. Menschen, die häufig wechselnde Sexualpartner haben, haben ebenso ein erhöhtes Risiko, sich mit einem Tripper anzustecken. Hier ist auch die Verwendung eines Kondoms dringend anzuraten. Im Gegensatz zu vielen anderen Infektionskrankheiten kann einem Tripper durch keine Impfung vorgebeugt werden, da gegen die Geschlechtskrankheit kein wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht.

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