Die Geschichte des Kondoms

Das Kondom besteht aus einer hauchdünnen, aber zugleich reißfesten Latexhaut, die beim Liebesspiel kaum zu spüren ist. Damit haben sie keine schädlichen Nebenwirkungen. Für Menschen mit einer Latexallergie sind Kondome aus Polyurethan erhältlich. Diese latexfreien Kondome können, im Gegensatz zu Latexkondomen, auch zusammen mit einem fetthaltigen Gleitmittel verwendet werden.

Das Kondom ist im Vergleich zur menschlichen Haut mit einer Wandstärke von etwa 0,06 Millimetern um ein Vielfaches dünner. In der Form ist es der des Penis angepasst, sodass es sich über den steifen Penis einfach abrollen lässt. Der Begriff Kondom geht wahrscheinlich auf den Arzt Dr. Condom zurück, der als Erfinder des Präservativs gilt.

Wie ist das Kondom entstanden?

Die Geschichte der Kondome reicht weit zurück, denn sie sollen bereits in der Antike Verwendung gefunden haben. Sie dienten damals lediglich dazu, vor Schwangerschaften zu verhüten. Während historische Kondome aus Schafsdärmen hergestellt wurden, bestehen die modernen Nachfolger aus Latex, aus der Milch des Kautschukbaums. Kautschuk, das 1839 längst bekannte Naturprodukt modernisiert schließlich die Kondome.

Die Herstellung erfolgt entweder auf Porzellan im Tauchverfahren oder Glasformen. Durch die Zugabe von Schwefel sowie anderen Zusätzen vernetzen sich die Kautschukmoleküle unter Hitze zum elastischen Gummi, was als Vulkanisation bezeichnet wird. Den Pflanzensaft Kautschuk hat der Amerikaner Charles Goodyear erstmalig dauerhaft elastisch gemacht.

Er entwickelte auch das Verfahren der Vulkanisation. Damit legte er den wichtigen Grundstein für verschiedene Bereiche, beispielsweise die industrielle Fertigung, die Entwicklung von Autoreifen, die unter Männern wahrscheinlich sehr bekannt sind, und halt ebenso von Kondomen. Die Vulkanisation ermöglichte es, Gummi herzustellen, das wärme-, kälte- und wasserfest sowie bruchstabil war. 1855 stellte Goodyear das erste Gummi-Kondom vor.

Die Wandstärke betrug damals noch 1 bis 2 mm, im Vergleich sind es heute 0,06mm. Julius Fromm perfektionierte erst im Jahr 1901 die Herstellung der Kondome, weil er in eine Latexlösung einen Glaskolben eintaucht. Dieses Verfahren machte es möglich, dass hauchdünne Kondome entstanden. Im Jahr 1919 stellte er erstmalig maschinell gefertigte Kondome vor, die wir auch heute noch kennen.

Somit waren die Kondome von Fromm die ersten Markenkondome, die in einer großen Stückzahl produziert werden konnten. 1960 kamen dann die feuchtigkeitsbeschichteten Kondome in Mode, wodurch der Gebrauchskomfort weiter erhöht wurde. 1981 wurden die Kondome erstmalig mit Aromastoffen, beispielsweise Erdbeere, versehen.

Die hohe Sicherheit der Kondome

Das Kondom hat sich mit der Zeit immer weiterentwickelt. Seit dem Jahr 1995 besteht für die Kondome eine europäische Norm. Alle Standardkondome müssen eine Länge von 170 bis 180 Millimeter und einen Durchmesser von 52 Millimeter aufweisen. 18 Liter Luft müssen sie zudem fassen können, ohne dass sie im Test dabei platzen. Es gibt jedoch auch Kondome in Sondergrößen.

Die Latexkondome revolutionierten den Markt enorm. Sie weisen keine Naht mehr auf, sind zudem sehr dünn und reißfest. Mittlerweile stehen die Latexkondome in zahlreichen verschiedenen Formen und Größen zur Verfügung, sodass viele Menschen die Markenkondome aus Naturkautschuk nutzen. Dass die Qualitäts-Kondome gut gegen HIV schützen, ist seit langer Zeit schon und auf der ganzen Welt durch umfangreiche Studien bestätigt worden.

Sie verringern außerdem das Risiko von Ansteckungen mit weiteren sexuell übertragbaren Infektionen, zumindest, sofern die Präservative konsequent und richtig angewendet werden. Der Schutzeffekt nimmt allerdings schnell ab, wenn die Kondome nicht bei jedem Sex oder auch nicht richtig angewendet werden.

Auch der Schutz vor einer unerwünschten Schwangerschaft durch die Kondome hängt ganz erheblich von der richtigen Anwendung ab. Wenn alles stimmt, dann sind die Kondome als sicher zu bewerten. Daher wird viel Wert darauf gelegt, Fehler bei der Anwendung zu vermeiden.

Welche Sicherheitskriterien spielen beim Kondom eine Rolle?

An die Kondome als medizinische Produkte werden sehr hohe Qualitätsanforderungen gestellt. Die hohen Ansprüche sind in der internationalen DIN-Norm formuliert. Die Kondome werden nach strengen Vorschriften hergestellt und jedes einzelne Präservativ wird auf seine Sicherheit kontrolliert. Sie werden einer Vielzahl an Qualitätskontrollen unterworfen, bevor die Kondome das Gütesiegel erhalten: CE-Prüfzeichen oder dlf-Qualitätssiegel.

Zu den wichtigsten Qualitätskriterien der Prüfung gehören der Dichtheitstest, welcher elektronisch sicherstellt, dass sich im Kondom kein Loch befindet, der Aufblastest, bei welchem die Kondome dem Luftvolumen standhalten müssen, bevor sie platzen, der Dehnungstest, bei welchem die Dehnung circa 700 Prozent betragen muss, bevor die Kondome zerreißen dürfen sowie der Test auf eine mikrobiologische Reinheit.

Als Institution bestätigt zum Beispiel die „Stiftung Warentest“ in regelmäßigen Abständen die Qualität der Markenkondome. Das Kondom, das Verhütungsmittel, das als Nummer 1 gilt, wird demzufolge streng geprüft. Mehr als 40 Prozenten aller Befragten einer Durex-Studie verhüten mit Kondomen. Um sie sicher zu machen und dem hohen Anspruch gerecht zu werden, unterliegen die Präservative daher zahlreichen Prüfverfahren. Durex ist inzwischen der weltweit größte Markenkondomhersteller, denn über eine Milliarde Präservative werden in rund 150 Länder geliefert.

Fazit

Die Wichtigkeit der Kondome ist ganz klar unumstritten, denn sie sind die einzigen Verhütungsmittel, die vor HIV/AIDS und verschiedenen Geschlechtskrankheiten schützen. Daher ist es sehr bedeutend, dass die Präservative mit einem hohen Komfort und einer großen Sicherheit überzeugen.

Kondom-Guru